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Einwirkung von Mikroorganismen auf Kunststoffe

Pilze und Bakterien, die sich auf Kunststoffoberflächen ansiedeln, können den Kunststoff abzubauen oder verursachen Schäden an den Kunststoffbauteilen durch den Einfluss ihrer Stoffwechselprodukte. Solche Einwirkungen von Mikroorganismen sind mit den verschiedenen Methoden (Verfahren A bis D)  der DIN EN ISO 846 nachweisbar.

Die Widerstandsfähigkeit eines Kunststoffes gegen Pilze (Verfahren A) wird untersucht, indem Pilzsporen auf kohlenstofffreiem Nährmedium ausgebracht und die Materialproben darauf gelegt werden. Enthält der Kunststoff für den Pilz verwertbare Bestandteile, so kommt es zu einem Abbau des Materials. In einer ähnlichen, weiterführenden Methode kann die fungistatische oder fungizide Wirkung (Verfahren B und B‘) ermittelt werden. Hierbei wird der Kunststoff auf kohlenstoffhaltiges Nährmedium mit Pilzsporen aufgelegt, um eine Wachstumshemmung auf oder um die Probe untersuchen zu können.

Die Widerstandsfähigkeit eines Kunststoffes gegen Bakterien wird nachgewiesen, indem Kunststoffproben in einen kohlenstofffreien Nähragar mit dem Bakterium Pseudomonas aeruginosa eingebettet werden (Verfahren C). Ein verstärktes Wachstum des Bakteriums am Probenrand deutet auf eine Verwertung des Materials und eine mögliche Zersetzung hin.

Eine äußerst effektive Methode zur Bestimmung des Abbaus eines Kunststoffes ist der Erdeingrabeversuch in mikrobiologisch aktiver Erde (Verfahren D). Bei diesem praxisbezogenen Verfahren werden Kunststoffproben für 4 Wochen bis 6 Monaten und länger in Erde eingegraben und anschließend können der Masseverlust oder andere gewünschte Materialeigenschaften untersucht werden. 

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